Zu Gast beim Musikfest in Hirschfeld
Der Sonntag begann für uns früh. Sehr früh. Noch bevor viele Menschen ihren ersten Kaffee des Tages in der Hand hielten, saßen wir bereits im Bus und machten uns auf den Weg nach Hirschfeld. Rund zweieinhalb Stunden Fahrt lagen vor uns, begleitet von einem Wetterbericht, der leider schon wenig Anlass zu Optimismus bot. Und er sollte auch recht behalten.
In Hirschfeld angekommen, blieb zunächst genügend Zeit zum Umkleiden, bevor sich alle teilnehmenden Vereine zum Festumzug durch die Gemeinde aufstellten. Gemeinsam mit vielen Bands zogen wir musikalisch durch die Straßen. Mit dabei waren unter anderem der Spielmannszug Ortrand, der Spielmannszug Oberlichtenau, der Spielmannzug Radeberg, der Fanfarenzug Großräschen, der Seenland Fanfaren SC Hoyerswerda e.V., das Dudelsackorchester „Pipes and Drums“ Dresden, das Orchester „SMYHA“ aus der Ukraine, das Jugendblasorchester Falkenberg und Con Passione aus Eberswalde. Ein tolles LineUp!
Natürlich möchten wir an dieser Stelle dem Gastgeber von Herzen gratulieren: Dem Spielmannzug TV „Deutsche Eiche“ Hirschfeld e.V., der in diesem Jahr sein beeindruckendes 120-jähriges Bestehen feierte. Herzlichen Glückwunsch zu diesem besonderen Jubiläum!
Nach dem Umzug folgte die offizielle Eröffnung des Musikfestes mit einem gemeinsamen Zusammenspiel der Spielmanns- und Fanfarenzüge und Musikstücken der der anderen musikalischen Gäste. Die Begrüßungsreden wurden angenehm kurz gehalten, sodass anschließend schnell das im Mittelpunkt stand, worauf sich alle gefreut hatten: die Einzeldarbietungen der Gäste und des Ausrichters.
Und diese Einzeldarbietungen hatten einiges zu bieten. Sie sorgten für viel Abwechslung und zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig das Repertoire und Können der teilnehmenden Vereine ist. Leider zeigte sich der Himmel ähnlich abwechslungsreich. Auf sonnige Abschnitte folgten immer wieder kräftige Regenschauer, die den gesamten Tag begleiteten. Ein großes Kompliment geht deshalb an die vielen Besucherinnen und Besucher, die trotz des Wetters ausharrten, aufmerksam zuhörten und die Vereine mit viel Applaus unterstützten.
Auch wir blieben von den Regengüssen nicht verschont. Pünktlich zum Beginn unserer Show öffnete der Himmel noch einmal großzügig seine Schleusen. Trotzdem stand für uns außer Frage, den Auftritt durchzuziehen. Schließlich sollte die Show auch ein wichtiger Testlauf auf dem Weg zum World Music Contest in Kerkrade werden. Und so können wir mit ein wenig Stolz sagen: Von der ersten bis zur letzten Minute haben wir unser Programm präsentiert. Trotz klatschnasser Kleidung und reichlich Wasser von oben.
Danach ging es für uns direkt zurück in den Bus, raus aus der nassen Auftrittskleidung, um langsam wieder auf Temperatur kommen. Schweren Herzens verzichteten wir auf die Teilnahme am Finale. Die lange Heimreise von zweieinhalb Stunden und viele durchgefrorene Mitglieder machten diese Entscheidung notwendig.
Trotzdem bleibt ein rundum gelungener Tag in Erinnerung. Viele musikalische Begegnungen, ein beeindruckendes Jubiläum, ein engagierter Gastgeber und gemeinsame Erlebnisse. Nicht zuletzt auch für unseren Nachwuchs, der uns an diesem Tag begleitet hat.