Zwischen Zauberstäben, Fanfaren und Bananenbrot
Es gibt Orte, an die man immer wieder gern zurückkehrt. Das KiEZ Prebelow gehört für uns ganz eindeutig dazu. Irgendwie herrscht dort ganz besonders im Herbst eine wunderbare Atmosphäre, die sich nur schwer beschreiben lässt. Man muss sie einfach erleben.
Vom 9. bis 11. Oktober waren wir mit unserem Nachwuchs-Trainingslager Plus wieder zu Gast und verbrachten ein wunderbares Herbstwochenende zwischen musikalischer Arbeit, gemeinsamen Erlebnissen und einigen Überraschungen. Auch das Wetter zeigte sich von seiner typisch herbstlichen Seite: mal Sonne, mal Regen. Allerdings hatte der Regen offenbar unseren Trainingsplan gelesen und hielt sich erfreulicherweise an eine wichtige Regel: Während des Trainings wird nicht geregnet! So konnten wir unser Programm wie geplant durchführen.
Natürlich stand das gemeinsame Musizieren im Mittelpunkt. Neben der Arbeit in den einzelnen Instrumentengruppen gab es gemeinsame WarmUps, Gesamttrainings und jede Menge Übungen für die bevorstehenden Lampionumzüge.
Dabei ging es nicht nur darum, die richtigen Töne zu treffen. Auch das Zusammenspiel in Bewegung und die Reaktion auf die Stabzeichen wollen geübt sein. Genau hier kamen ziemlich ungewöhnliche Trainingsgeräte zum Einsatz. Bei unserer Ankunft hatten wir auf den Kopfkissen liebevoll gebastelte Zauberstäbe entdeckt, passend zu den süßen Betthupferln und als kleiner Vorgeschmack auf Halloween. Was zunächst wie eine nette Überraschung aussah, entpuppte sich später als durchaus nützliches Trainingsmaterial. Denn mit den Zauberstäben ließen sich die Stabzeichen wunderbar gemeinsam üben. Ein bisschen Magie kann beim Training schließlich nie schaden.
Auch unsere Heroldsfanfaren waren mit nach Prebelow gereist. Die imposanten Instrumente sorgen allein durch ihre Größe immer wieder für Begeisterung und wurden ausgiebig ausprobiert. Übrigens keineswegs nur von unseren Jüngsten. Vielleicht bekommen sie ja demnächst auch wieder einmal einen ganz offiziellen Auftritt.
Eine der schönsten Geschichten dieses Wochenendes begann allerdings am Samstagmorgen beim Frühstück. Dort entdeckten wir einige Bananen, die ihre besten Tage optisch bereits ein wenig hinter sich hatten. Wegwerfen? Viel zu schade! Und so entstand ziemlich spontan die Idee, daraus Bananenbrot zu backen. Also fragten wir beim KiEZ nach, ob das vielleicht möglich wäre. Und was sollen wir sagen? Es war möglich! Die Mitarbeitenden machten die spontane Aktion kurzerhand möglich, nach einem kleinen Einkauf waren auch die fehlenden Zutaten beisammen und schon wurde gemeinsam gebacken.
Unsere Jüngsten bekamen dabei noch einen Einblick in die Kunst des Backens und das Ergebnis konnte sich nicht nur sehen, sondern vor allem schmecken lassen: richtig leckeres Bananenbrot! Ein besonders dickes Dankeschön geht deshalb an das Team des KiEZ Prebelow, das unsere spontane Idee so unkompliziert unterstützt hat. Genau solche kleinen Erlebnisse machen ein Trainingslager besonders.
Natürlich durfte auch unsere inzwischen traditionelle Mini-Playback-Show am Samstagabend nicht fehlen. In diesem Jahr fiel sie zwar etwas kleiner aus als in den Vorjahren, dafür mangelte es weder an kreativen Ideen noch am Spaß. Es wurde wieder einiges auf die kleine Bühne im Speisesaal gezaubert, was man im normalen Trainingsalltag eher selten zu sehen bekommt. Mehr verraten wir an dieser Stelle allerdings nicht. Auch die Bilderauswahl fällt bewusst etwas kleiner aus. Nicht alles, was bei einem Trainingslager passiert, muss schließlich für die Öffentlichkeit dokumentiert werden. Manches darf einfach eine schöne gemeinsame Erinnerung bleiben. Nur so viel sei gesagt: Ein Trio setzte sich am Ende durch und durfte unseren Wanderpokal mit nach Hause nehmen. Herzlichen Glückwunsch!
Für gemütliche Abendstunden sorgte außerdem der Spiele-Bungalow, den wir während unseres Aufenthalts nutzen konnten. Dort ließ sich nach einem langen Trainingstag wunderbar gemeinsam spielen und der Abend ausklingen.
Am Sonntag wurde es für zwei unserer Snares noch einmal besonders spannend. Die anstehenden Abnahmen waren ein wichtiger Schritt in ihrer musikalischen Entwicklung und beide haben diese mit Bravour bestanden! Damit dürfen wir nun gleich zweimal neue Auftrittskleidung ausgeben. Ein schöner Meilenstein für unsere beiden Nachwuchsmusiker, über den wir uns gemeinsam sehr gefreut haben. Auch für Anja gibt es eine kleine Veränderung: Sie bekommt nun endlich ihr weißes Shirt für die Auftritte mit dem Schlagwerk. Manchmal sind es eben auch solche Dinge, die nach einem Trainingslager endlich erledigt werden können. Beim gemeinsamen Abschluss wurden die bestandenen Abnahmen natürlich gebührend gewürdigt.
Und dann folgte noch ein Programmpunkt, der bei einem nachwuchs-Trainingslager inzwischen einfach dazugehört: der Instrumententausch.
Endlich einmal ausprobieren, was die anderen Arbeitsgruppen eigentlich so machen! Eine Fanfare in die Hand nehmen, an einer anderen Trommel stehen oder feststellen, dass das vermeintlich einfache Instrument der anderen doch seine ganz eigenen Herausforderungen hat. Das sorgt jedes Mal für reichlich Spaß und ganz nebenbei auch für ein besseres Verständnis füreinander.
Dann hieß aber leider schon nach 2 1/2 Tagen wieder Koffer packen, Instrumente verstauen und Abschied nehmen.
Wir nehmen viele gemeinsame Trainingsstunden, zwei erfolgreich bestandene Abnahmen, jede Menge wunderbarer Erinnerungen und vielleicht auch das eine oder andere neue Backtalent mit nach Hause. Vor allem aber hat dieses Wochenende wieder gezeigt, dass ein Trainingslager weit mehr ist als zusätzliche Zeit am Instrument. Hier wird gemeinsam gelernt, ausprobiert und Zeit miteinander verbracht. Und genau das macht uns als Fanfarenzug Potsdam aus.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die dieses Wochenende vorbereitet, begleitet und mitgestaltet haben. Ebenso danken wir dem gesamten Team des KiEZ Prebelow für die Gastfreundschaft, die unkomplizierte Unterstützung und dafür, dass wir uns bei euch immer wieder so wohlfühlen dürfen. Wir kommen gern wieder!
Und falls beim nächsten Besuch zufällig wieder ein paar Bananen übrig sind … wir hätten da eine Idee.


