Adlerküken-Zeltwochenende 2.0

03.06.2018

Es ist vollbracht! Das zweite Zeltwochenende mit unseren Adlerküken ist zu Ende und wir finden, dass es mal wieder ein voller Erfolg war. Warnte der Wetterdienst noch am Freitag vor Unwettern, konnten wir uns in den letzten beiden Tagen über tolles Wetter freuen. Lediglich am heutigen Sonntagmorgen nieselte es fein vom Himmel. Wir konnten gestern also ziemlich entspannt mit dem Aufbau unserer Zelte starten, bevor es galt einen ersten Mittagssnack zuzubereiten. Es wurde  fleißig geschnippelt, damit alle Lütten gut gestärkt in die anstehende Stadtralley starten konnten.

Ihr kennt uns ja mittlerweile und wisst, dass unsere Adlerküken stets eine Portion Bildung und Kultur mit auf den Weg bekommen und dies haben wir auch mit unserer diesjährigen Stadtralley erreicht. Nach einem wissensreichen Start an der Gotischen Bibliothek, gab es Spass auf dem Bassinplatz, denn es musste ein Titel aus dem Programm von 1. Mai geträllert werden. Mit dem nächsten Hinweisbrief versehen, wartete an der nächsten Station wieder Wissen, mit dem dann im Potsdam Museum ein Umschlag mit Wegweisern ausgelöst wurde. Wie heißt die Figur auf dem Potsdam Museum und was trägt sie auf dem Rücken? Diese Fragen wurden unproblematisch geklärt und es musste nur noch die Höhe des Obelisken geschätzt werden, welcher mitten auf dem Alten Markt thront. An der nächsten Station wurde unseren Adlerküken Informationen zu Friedrich Wilhelm von Steuben vermittelt, bevor sie an die Havelbucht weiterzogen. Die dort aufgebaute Station drehte sich komplett um das Thema Pumpwerk und Wasserspiele, denn nicht alle Kinder wussten, was sich hinter den Mauern des orientalisch anmutenden Bauwerks verbirgt. Um das Pumpen des Wassers in Richtung Fontänen im Park zu simulieren, wurde becherweise Wasser transportiert. Hier zählte vor allem die gestoppte Zeit, denn nur wer flink hin und her sauste, konnte sich nicht nur auf den bereitgestellten Snack freuen, sondern auch den Hinweis für die nächste Station in Empfang nehmen.  Dort wartete das berühmte Wappen, welches vor dem Brandenburger Tor in den Boden eingelassen ist. Die Krallen bestehen aus zahlreichen schwarzen Steinen. Wir wollten die genaue Anzahl wissen und somit krabbelten unsere drei Gruppen emsig auf dem Boden rum und versuchten die richtige Zahl zu ergründen. Ganz nebenbei erfuhren sie, dass das Brandenburger Tor in Potsdam älter ist, als das in Berlin und welche Funktion es einstmals erfüllte.

Da die Sonne fleißig vom Himmel schien, suchten sich unsere Stadtwanderer nun erst einmal eine Eisdiele, um sich zu erfrischen, denn es warteten noch zwei weitere Stationen auf unsere Adlerküken. Mit Eis versorgt, kamen unsere Kinder also am Jägertor an und erfuhren mal wieder schlaue Sachen über das einzige Stadttor, welches noch im Original erhalten ist. Dem Namen des Tores entsprechend, sollten unsere Adlerküken hier eine Jagdszene nachstellen. Trotz reichlich Publikum zierte sich niemand und die Ergebnisse dieser spontanen Street Art findet ihr in unserer Galerie. Letzter Punkt der Stadtralley war dann das Nauener Tor. Hier kamen Stift und Papier zum Einsatz, damit auch die künstlerische Ader zum Einsatz kam, denn es entstanden wunderbare Skizzen des beeindruckenden Bauwerkes.

Den Rest des Tages ließen wir ziemlich entspannt verstreichen. Im Zelt rumhängen, die Tischtennisplatte zum Glühen bringen und noch einmal eine Runde im Park drehen, bevor der Grill angeworfen wurde und der Tag mit einer Lagerfeuerrunde endgültig zu Ende ging.

Tag zwei des Zeltwochendes startete mit besagtem Nieselregen und einem sehr entspannten Frühsport, bevor es an das vorbereitete Frühstücksbuffet ging. Den heutigen Vormittag nutzten wir für verschiedene Angebote. Es konnte entspannt gemalt werden, Federball in der Sporthalle gespielt und Geduld beim Riesenmikado unter Beweis gestellt werden. Sogar die gute alte Kreide wurde hingebungsvoll genutzt. Manchmal sind es eben tatsächlich die kleineren Dinge, die dann doch viel Spaß machen.

So langsam rückte dann auch schon das Ende des Zeltwochendes näher und nachdem eine ordentliche Portion Burger verdrückt war, ging es tatsächlich schon ans Aufräumen und Abbauen der Zelte.

Allerdings kann ich den wieder einmal viel zu lang geratenen Bericht nicht beenden, ohne mich bei allen Adlerküken, Übungsleitern, lieben Eltern, Grillmeistern, Vor- und Nachbereitern und dem Treffpunkt Freizeit für ein gelungenes Zeltwochenende zu bedanken, welches ganz sicher im Jahr 2019 seine dritte Auflage erhält.